Bahnhofsnetzwerk Erzgebirge

Bahnhöfe sind historisch gewachsene sozial-ökonomische Schnittstellen von Transportation, Kommunikation und Information. Ihre Bestandteile sind moderne Verkehrsstationen und vitale Empfangsgebäude. Wo beide Teile als Einheit entwickelt und betrieben werden, ist erfolgreiche Bahnhofsrevitalisierung möglich.

Durch den steigenden Bedarf an Mobilität sowie den Rückzug anderer Versorgungsträger und Dienstleister aus dem ländlichen und kleinstädtischen Bereich, ergeben sich für den Bahnhof neue Entwicklungschancen.

Mit dem RegioNetz Erzgebirgsbahn wurde der Eisenbahnverkehr und die Eisenbahninfrastruktur auf vier Kursbuchstrecken im Erzgebirge erfolgreich gebündelt. Mit unserem Konzept "Erzgebirgsbahn 2010" soll nun die noch fehlende dritte Säule "Service und Vertrieb" ergänzt werden.

Bei Erfolg eines geplanten Pilotprojektes könnte im Erzgebirge ein Bahnhofsnetzwerk entstehen - gekennzeichnet von hoher Servicequlität, effektiven Betriebsformen und der intermodalen Vernetzung von Verkehr und Tourismus.

Das Konzept "Erzgebirgsbahn 2010" und in dessen Weiterentwicklung das Bahnhofsnetzwerk bieten die Chance von lokaler Infrastrukturentwicklung im überörtlichen Kontext.

Stimmen aus der Politik:

"Für die Lösungen, die es braucht, um auch künftig im ländlichen Raum Nahverkehr ... sicherzustellen, darf es keine Denkverbote geben." "... Ganz wichtig: der weitere Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum. Wir können nicht weitermachen wie bisher, sondern müssen uns die Frage stellen, wie die demografische Veränderung aussehen wird. Das bedeutet auch eine Chance. ..."

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich im Interview mit der "Freien Presse" am 17.08.2009 zu der Frage, welche konkrete Ideen er hat um den Problemen des demografischen Wandels entgegenzuwirken.

"Grundsätzlich begrüßen wir Aktivitäten zur Verbesserung von Dienstleistungen mit neuen Perspektiven für den ÖPNV. ... Für die Sicherung der wohnungsnahen Grundversorgung im ländlichen Raum und hinsichtlich der Qualität und Innovation im Servicebereich kann Ihr Projekt sicherlich einen Beitrag leisten."

Schreiben des Sächsischen Wirtschaftsministers Thomas Jurk vom 06.02.2009 an den Vorstand der projektführenden SachsenMedia eG.